Naturschutz

Ein wesentliches Ziel des Naturparks ist die Erhaltung und Weiterentwicklung der vielfältigen Kulturlandschaft mit ihrer reichen Naturausstattung. Aus den starken Nutzungsansprüchen gerade im landwirtschaftlichen Bereich ergibt sich die Gefahr eines Zurückdrängens der die Landschaft gliedernden Flurelemente, der Übernutzung bestimmter Lebensräume aber auch der Nutzungsaufgabe auf weniger günstigen Standorten. Die Probleme der Grünlandnutzung auf entwässertem Niedermoor bestehen auch im Naturpark. Die Naturparkstation bereitet gegenwärtig Projekte zum Moorschutz, zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern und zum Erhalt der Biotop- und Artenvielfalt in der Kulturlandschaft vor.

Der gesamte Naturpark, außer den Siedlungen, ist Landschaftsschutzgebiet. Die 10 Naturschutzgebiete mit einem Flächenanteil von insgesamt gegenwärtig zwei Prozent umfassen die wertvollsten Teile des Naturparks. Weite Teile des Naturparks sind deshalb Europäisches Vogelschutzgebiet.

Im Naturpark kommen eine Reihe von Lebensräumen vor, für die unser Land besondere Verantwortung trägt: Laubwälder der Jungmoränenlandschaft, darunter Buchenwälder, Hang- und Schluchtwälder, sowie Quellwälder, naturnahe Fließgewässer und kalkreiche Niedermoore, kleinflächig auch Halbtrockenrasen und kalkreiche Sandrasen. Die zehn Naturschutzgebiete enthalten hiervon nur Teilflächen. Deshalb wurden weitere Räume als FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiete vorgeschlagen, darunter das Peenetal vom Kummerower See flussabwärts, Waldgebiete mit Mooren, Kleingewässern und ihrer gewässerreichen Umgebung und die Quellgebiete bei Klocksin. Der Naturpark strebt an, das Schutzgebietsnetz weiter zu optimieren.